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Ein wichtiger Grund für eine außerordentliche Kündigung kann dann anzunehmen sein, wenn der Arbeitnehmer entgegen einem ausdrücklichen Verbot nach einer einschlägigen Abmahnung das Internet für private Zwecke nutzt. Darüber hinaus kommt nach Auffassung des Gerichts eine Kündigung dann in Betracht, wenn unter anderem beim Herunterladen einer erheblichen Menge von Daten aus dem Internet auf betriebliche Datensysteme die Gefahr einer Vireninfizierung oder einer anderen Störung des betrieblichen Ablaufs verbunden ist. Ferner dann, wenn es zu einer Rufschädigung des Arbeitgebers kommen kann, beispielsweise weil strafbare oder pornographische Darstellungen herunter geladen werden. Bei einer privaten Nutzung des Internets verletzt der Arbeitnehmer grundsätzlich seine Pflicht zur Erbringung seiner Arbeit. Die Pflichtverletzung wiegt umso schwerer, je mehr der Arbeitnehmer bei der privaten Nutzung des Internets seine Arbeitspflicht in zeitlicher und inhaltlicher Hinsicht vernachlässigt.
LAG Rheinland-Pfalz, Urt. V. 2.3.2006 – 4 Sa 958/05, MDR 2006/1355