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Habe ich einen Schutz vor unberechtigten Kündigungen?

Hat das Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate bestanden und beschäftigt der Arbeitgeber mehr als zehn Arbeitnehmer - ausschließlich der zur Berufsausbildung beschäftigten Arbeitnehmer -, so findet das Kündigungsschutzgesetz Anwendung. Danach kann einem Arbeitnehmer aus drei Gründen gekündigt werden:

- aus betriebsbedingten Gründen,
- aus Gründen, die in der Person des Arbeitnehmers liegen
- oder aus verhaltensbedingten Gründen.

Bei einer verhaltensbedingten Kündigung muss der Arbeitnehmer zuvor regelmäßig wenigstens ein Mal abgemahnt werden. Eine Abmahnung mach ihn auf sein Fehlverhalten aufmerksam und gibt ihm Gelegenheit, dieses in Zukunft zu ändern.

Gibt es typische Gründe für eine » verhaltensbedingte Kündigung?
Typische Gründe für eine verhaltensbedingte Kündigung sind:

– Alkohol- und Drogenmissbrauch,
– Sexuelle Belästigung,
– Grobe Beleidigung,
– Arbeitsverweigerung oder Arbeitsbummelei,
– Vortäuschen einer Krankheit,
– Tätigkeit für ein Konkurrenzunternehmen,
– Pflichtverletzungen bei der Arbeitserfassung,
– Selbstbeurlaubung,
– Straftaten.

Was versteht man unter einer „Verdachtskündigung“?

Grundsätzlich kann Ihnen Ihr Arbeitgeber nur kündigen, wenn Ihre Pflichtverletzung auch tatsächlich vorliegt. Ausnahmsweise kann aber bereits der schwerwiegende Verdacht einer Straftat oder einer sonstigen schweren Verfehlung für eine verhaltensbedingte Kündigung ausreichend sein. In diesem Fall ist bereits der schwerwiegende Verdacht der Anlass für eine Kündigung. Da der Arbeitnehmer jedoch unschuldig in einen solchen Verdacht geraten kann, sind strenge Anforderungen an eine solche Kündigung zu stellen:

– Es müssen zunächst objektive Tatsachen vorliegen, die einen starken Verdacht einer schweren Verfehlung begründen.
– Diese Verdachtsmomente müssen geeignet sein, das Vertrauen des Arbeitgeber in die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses zu zerstören.
– Der Arbeitgeber muss alle ihm zumutbaren Anstrengungen zur Aufklärung des Sachverhalts unternommen haben. Dazu gehört auch, dass er den beschuldigten Arbeitnehmer vor Ausspruch der Anhörung zu den Vorwürfen anhört.