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Welchen Anforderungen muss ein Zeugnis entsprechen?

Ein Arbeitszeugnis muss drei Grundsätze erfüllen:

– Wahrheit
– Klarheit und
– Wohlwollen.

Das Zeugnis muss der Wahrheit entsprechen und darf keine falschen Tatsachen enthalten. Es muss klar und verständlich geschrieben sein und muss so formuliert werden, dass Sie in Ihrem beruflichen Fortkommen nicht behindert werden.

Bei einem guten Mitarbeiter sind diese Anforderungen leicht zu erfüllen, aber bei einem schlechten Mitarbeiter bereitet dieses häufig Schwierigkeiten. Es gibt dabei eine Fülle von Formulierungen, deren tatsächliche Aussagen sich für den Arbeitnehmer aus dem Zeugnistext nicht ohne weiteres erschließen.

Gibt es eine äußere Form für das Zeugnis?

Das Zeugnis darf nicht mit Merkmalen versehen sein, die den Zweck haben, Sie in einer aus dem Wortlaut des Zeugnisses nicht ersichtlichen Weise zu kennzeichnen. Wenn ein "Geheimcode" bereits für den Zeugnistext verboten ist, so gilt dieses erst Recht für die äußere Form. Das Zeugnis muss einen gepflegten Eindruck machen. Das Erscheinungsbild muss sich an gängigen Geschäftspapieren orientieren und der Zeugnistext muss in korrektem Deutsch geschrieben sein. Nachlässigkeiten im äußeren Erscheinungsbild könnten ansonsten den Schluss zulassen, dass man Sie für einen ebenso nachlässigen Mitarbeiter hält. Das Zeugnis muss das Datum des Ausscheidens aus dem Betrieb tragen. Anderenfalls könnte ein wesentlich späteres Datum den Schluss zulassen, dass Sie sich Ihr Zeugnis erst vor Gericht erstreiten mussten. Das Zeugnis muss ferner vom Arbeitgeber unterzeichnet sein. Allerdings muss nicht Ihr "Chef" selbst Ihr Zeugnis unterzeichnen. Vielmehr ist es ausreichend, wenn Ihr Dienstvorgesetzter, der aufgrund seiner herausragenden Stellung im Betrieb berechtigt ist, Einstellungen und Entlassungen vorzunehmen, Ihr Zeugnis unterzeichnet. In diesem Fall ist regelmäßig die Funktionsbezeichnung des Unterzeichners der Unterschrift beizufügen. Es ist selbstverständlich, dass Ihr Zeugnis nicht beschädigt oder völlig verknickt bei Ihnen ankommt. Unschädlich ist jedoch ein Falten der Zeugnisurkunde für den Versand in einem üblichen Umschlag.