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Darf ich den Internetanschluss meines Arbeitgebers auch zu privaten Zwecken nutzen?

Die Nutzung des Internets zu privaten Zwecken stellt nur dann eine Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten dar, wenn der Arbeitgeber die Nutzung des Internet-Anschlusses ausdrücklich auf dienstliche Zwecke beschränkt hat. Die Schwere des Verstoßes hängt von Einzelumständen ab. War für Sie unklar, dass die private Nutzung ausgeschlossen ist, kommt lediglich eine klarstellende Ermahnung in Betracht. Hält sich die private Nutzung nicht in einem angemessenen zeitlichen Rahmen, so liegt eine Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten erst dann vor, wenn die Grenze des „Normalen“ und „Hinnehmbaren“ überschritten ist. In Zweifelsfällen muss der Arbeitgeber durch eine Ermahnung (nicht: Abmahnung) klare Verhältnisse schaffen.

Will der Arbeitgeber die private Nutzung des Internets unterbinden, muss er dieses Ihnen deutlich zum Ausdruck bringen. Jedoch auch dann, wenn die private Nutzung ausdrücklich untersagt ist, ist bei Zuwiderhandlung zunächst eine Abmahnung in Erwägung zu ziehen. Eine verhaltensbedingte Kündigung ist erst dann denkbar, wenn es sich durch die Länge der Nutzung und durch ggf. erhebliche Kosten um einen gravierenden Verstoß handelt oder wenn eine Abmahnung in der Vergangenheit nicht fruchtete.